Wärmepumpe
Wärmepumpe: worauf du achten musst
Eine Wärmepumpe ist nur so gut wie ihre Auslegung. Wir prüfen dein Gebäude ehrlich — Heizlast, Vorlauftemperatur, Aufstellort — und sagen dir auch, wenn etwas vorher gemacht werden sollte.
Eignungs-Check: passt das zu deinem Haus?
Drei Fragen entscheiden über Effizienz und Betriebskosten.
Erstens die Heizlast: Wie viel Leistung braucht dein Haus am kältesten Tag? Sie ergibt sich aus Gebäudehülle, Fläche und Nutzung und ist die Grundlage der Auslegung. Ein zu groß dimensioniertes Gerät taktet häufig und verschleißt schneller, ein zu kleines kommt an kalten Tagen nicht hinterher und heizt teuer elektrisch nach.
Zweitens die Vorlauftemperatur. Je niedriger die Temperatur, mit der du dein Haus warm bekommst, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Eine Flächenheizung ist dafür ideal, ausreichend große Heizkörper funktionieren aber ebenfalls. Ein guter Test in der Heizsaison: die Vorlauftemperatur schrittweise absenken und beobachten, welche Räume nicht mehr mitkommen. Genau die sind die Kandidaten für einen Heizkörpertausch.
Drittens der Dämmzustand. Er bestimmt Heizlast und Verbrauch, ist aber kein Ausschluss kriterium. Auch im Altbau lässt sich eine Wärmepumpe wirtschaftlich betreiben, wenn die Auslegung stimmt und die Wärmeverteilung mitspielt. Wir sagen dir offen, wenn wir eine Maßnahme am Gebäude für sinnvoller halten als das größere Gerät.
- Heizlast als Basis der Auslegung — nicht die alte Kesselleistung
- Vorlauftemperatur senken: der wichtigste Effizienzhebel im Bestand
- Heizkörper raumweise prüfen statt pauschal alles tauschen
- Warmwasserbereitung von Anfang an mitplanen
Aufstellort und Schall
Der richtige Platz entscheidet über Betrieb und Nachbarschaft.
Das Außengerät braucht freie Luftführung, darf nicht in eine Nische gequetscht werden und sollte so stehen, dass die austretende kalte Luft nicht wieder angesaugt wird. Ebenso wichtig ist die Schallsituation: Abstände zur Grundstücksgrenze und zu Fenstern der Nachbarn, harte Reflexionsflächen wie Hauswände und der Nachtbetrieb sind die Punkte, an denen es später Ärger geben kann.
Wir suchen den Standort deshalb vor Ort gemeinsam aus und berücksichtigen Leitungswege, Kondensatableitung und Wartungszugang gleich mit. Ein sauber gewählter Aufstellort kostet im Bau ein paar Überlegungen und spart im Betrieb dauerhaft Diskussionen.
Wärmepumpe und Photovoltaik zusammen denken
Eigener Strom senkt die Betriebskosten der Heizung.
Eine Wärmepumpe macht aus deinem Haus einen größeren Stromverbraucher. Das ist kein Nachteil, sondern eine Chance: Wer gleichzeitig eine Photovoltaikanlage betreibt, deckt einen Teil des Heizstroms selbst — besonders in der Übergangszeit, wenn Heizbedarf und Sonnenertrag sich noch gut überschneiden. Im tiefen Winter bleibt der Netzbezug, dafür liefert die Anlage im Sommer den Strom für die Warmwasserbereitung.
Wenn du beides planst, lohnt es sich, die Anlage entsprechend auszulegen und ein Energiemanagement vorzusehen, das Wärmepumpe, Speicher und gegebenenfalls die Wallbox sinnvoll koordiniert. Mehr dazu unter Photovoltaik für dein Zuhause. Und wenn du zusätzlich deinen Stromtarif prüfen lassen willst, schau beim Stromwechsel-Service vorbei.
Förderung
Für den Heizungstausch gibt es eine staatliche Förderung, die über die KfW läuft. Ob du sie in Anspruch nehmen kannst und wie hoch sie ausfällt, hängt vom Einzelfall ab: vom Gebäude, von der Antragstellung und davon, welche Voraussetzungen erfüllt sind. Deshalb findest du hier bewusst keine Zahlen — Beträge, die zum Zeitpunkt deines Projekts nicht mehr stimmen, helfen dir nicht weiter.
Prüfe vor einer Beauftragung den erforderlichen Ablauf und die aktuellen Bedingungen direkt bei der KfW-Heizungsförderung (Stand: 10.09.2026).
Wie wir damit umgehen
Beim Vor-Ort-Termin gehen wir die aktuell geltenden Bedingungen konkret für dein Vorhaben durch und sagen dir, welche Schritte in welcher Reihenfolge nötig sind. Diese Hinweise ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall.
Dein Wärmepumpen-Angebot vorbereiten
Im Wärmepumpen-Angebotscheck beschreibst du dein Gebäude, die vorhandene Heizung und die Heizflächen. Auch Mehrfamilienhäuser und Vorhaben einer Eigentümergemeinschaft kannst du erfassen. Deine Angaben übernehmen wir in eine Angebotsanfrage, die du vor dem Absenden ergänzen kannst.
Zum Wärmepumpen-AngebotscheckHäufige Fragen
Wärmepumpe anfragen
Schick uns die Eckdaten zu deinem Haus — wir prüfen die Eignung und sagen dir ehrlich, was sinnvoll ist.